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Obertorplatzspringen am 16. August in Landau – Vorjahressieger Björn Otto gab Zusage

Es hat Björn Otto (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) wohl total genervt als ihm im Winter 2011 der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) das Gefühl gab – du bist zu alt für die Weltmeisterschaften 2011 in Daegu / Südkorea. Dabei war er gerade dabei, sich von seinen Achillessehnenproblemen zu erholen, die zeitweise so schwer waren, dass er nicht mal ohne Schmerzen zum Klo gehen konnte. Doch am 2. August 2011 kam Björn Otto zurück! Beim Obertorplatzspringen in Landau gewann er mit 5,80 m. So hoch sprang 2011 kein Athlet auf deutschem Boden. Doch der DLV erkannte diese Leistung nicht an. Der Anlaufsteg, vom DLV mit einem Zertifikat versehen, wurde nicht mit einem Lasergerät vermessen. Erstmals seit dem achtjährigen Bestehen dieses Anlaufsteges wurde das im Nachhinein gefordert. Die vermeintliche WM-Norm war für Otto – wertlos. Wer allerdings glaubte, Björn Otto würde die Stäbe nun liegen lassen und sich seinem Hobby dem Fliegen widmen, hatte sich getäuscht.

Otto wurde 2012 Vizehallenweltmeister und vor einigen Wochen in Helsinki mit 5,92 m Zweiter der Europameisterschaften. Mit dieser Bestleistung gehört Otto bei den Olympischen Spielen zu den Favoriten. Und er hat für das Obertorplatzspringen am 16. August 2012 zugesagt. Er will dort springen – denn hier begann vor Jahresfrist sein Wiederaufstieg zur Weltspitze! Mit in Landau dabei wird ein weiterer deutscher TOP – Springer sein: Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) sprang kürzlich 5,81 m und wurde bei den Europameisterschaften in Helsinki Gewinner der Bronzemedaille. Auch er startet wie Otto bei den Olympischen Spielen in London. Holzdeppe befindet sich in einer blendenden Form und kann sich auf den Moment topfit machen. Ebenfalls zum engeren Bereich der Weltklasse zählt der Grieche Konstantinos Filippidis. Bei 5,75 m steht seine Hausmarke. Bei allen internationalen Meisterschaften der letzten Jahre war der Grieche immer in den Endkämpfen zu finden. London ist auch 2012 sein großes Ziel und dann kommt er zum Meeting nach Landau.

Jeremy Scott (USA) qualifizierte sich überraschend bei den amerikanischen Trials für Olympia. 5,75 m ist seine Bestmarke – in der Halle sprang er vor zwei Jahren sogar 5,82 m. Scott sprang im vorigen Jahr auf dem Obertorplatz 5,72 m und kommt gerne wieder nach Landau. Erstmals wird in Landau der Finne Jere Bergius springen. Er vertritt die Farben seines Landes in London und konnte sich in diesem Jahr auf 5,72 m verbessern. Kim Yoo Suk (Südkorea) ist der sechste Olympiateilnehmer der für das Obertorplatzspringen zugesagt hat. Er befindet sich derzeitig zwar nicht in einer Topform aber den Sprung nach London konnte er bereits im vorigen Jahr buchen. Aus dem Teilnehmerfeld sticht noch mit einer Bestleistung von 5,70 m Hendrik Gruber (TSV Bayer Leverkusen) hervor. Auch sein Vereinskamerad Michel Frauen kommt wieder nach Landau. Er will endlich mal die 5,60 m überfliegen.

Alexander Straub (LG Filstal) steht mit 5,81 m zu Buche. Doch das sprang er vor seinen Verletzungen, die ihn um zwei Jahre zurück geworfen haben. Er sucht wieder Anschluss und ist für den Landauer Veranstalter eine willkommene Bereicherung. Als Nachwuchsspringer hat der Turnverein 1861 vom LAZ Zweibrücken Daniel Clemens eingeladen. Er hat einen Hausrekord von 5,50 m. Vom VfL Sindelfingen kommt Florian Gaul. Gaul gewann kürzlich den Titel bei den deutschen Juniorenmeisterschaften in Kandel. Das Starterfeld auf dem Obertorplatz komplettiert Mikkel Marek Nielsen aus Dänemark mit einer Bestmarke von 5,43 m. Der Turnverein 1861 eV im ASV Landau wünscht sich auf dem Obertorplatz sportliche attraktive Wettkämpfe, verbunden mit viel Spaß bei hoffentlich schönstem Wetter und optimalen Wettkampfbedingungen. Das Stabhochsprung-Meeting um den RHEINPFALZ – Cup beginnt um 17,30 Uhr. Bereits um 14,00 Uhr sind jugendliche Springer in Aktion. Unter ihnen vom ASV Landau Oleg Zernikel und Lamin Krubally, die bei den deutschen Jugendmeisterschaften in diesem Jahr die Silber- und Bronzemedaille erringen konnten. Im Rahmenprogramm zeigen Turner am Mini-Trampolin und Boden ihr Können.